Perspektiven

Heimathafen Hannover Airport – Hier fliege ich immer richtig!

Wer viel reist, kann viel erleben. Ob er will oder nicht. Schöne Dinge und schräge Sachen. Bereits am Flughafen. Fliegen oder am Boden bleiben. Servicewüste oder Wohlfühlreise? Ich fliege lieber ab Hannover. HAJ – Herzlich, Anders, Jederzeit!

Gestresst in den Urlaub, das ist ok. Aber genervt am Flughafen, das ist ein No Go. Wie oft erlebe ich es, dass schlechter Service oder eine unübersichtliche Beschilderung mich in den Travel-Wahnsinn treiben. Wenn die Statusmeldung meines Abfluges „Boarding“ blinkt, ich aber noch nicht einmal ansatzweise eine freie Parklücke im Parkhaus gefunden habe.

Das sind meine Top Stimmungskiller: Ein Parkleit-System, das ins Nirwana führt. Überfüllte Check-in Schalter, oder ein Sicherheitscheck mit dem Andrang eines Sommerschlussverkaufes. Mit dem Unterschied, dass ich beim SSV Schuhe und Gürtel anbehalten darf. Und natürlich Toiletten in allen Düften und Facetten. Mit Toilettenpapier oder ohne. Leere Seifenspender und abmontierte Klobrillen sind dabei das kleinste Übel. Wie oft freue ich mich auf die Bordtoilette meines Billigfluges, weil ich hier zumindest fließend Wasser habe.

Warum protzen Airports mit freiem WLAN, Gastronomie vom Feinsten oder Shoppingvielfalt, wenn man mit hechelnder Zunge auf allen Vieren in die Fluggastbrücke kriecht und überhaupt keine Zeit für die schönen Dinge am Flughafen hat? Wenn Tränen der Erleichterung fließen, wenn Passagiere nur rechtzeitig das Boarding erreichen.

 

 

Das gibt es doch meistens nur in der Werbung: Glückliche Fluggäste, die bei einem gepflegten Cappuccino im Wartebereich im Internet surfen, um sich von ihren Liebsten per Facetime zu verabschieden. Mit einem Gastgeschenk aus dem Travel Value. Bullshit.

Wie oft habe ich die Wahrheit gesehen. Die mitleidigen Blicke des Check-in Personals in dem Bewusstsein, wie hoffnungslos der Versuch ist, rechtzeitig an Bord zu gelangen. Sicherheitspersonal, dass Dich und Dein Handgepäck eiskalt lächelnd zur Nachkontrolle bittet. Wohl wissend, dass die Durchsage „letzter Aufruf“ nur Dir gelten kann.

“Wenn Satellitenterminals Lichtjahre entfernt liegen, dann sehne ich mich nach einem Ort, der mir ein gutes Reisegefühl gibt. Wo Lautsprecherdurchsagen nicht auf kyrillisch und Infostände nicht verwaist sind.”

Wie oft habe ich es erlebt. Vielflieger oder Touristen, die auf schwarze iPhone-Displays blicken und panisch ihr E-Ticket suchen. Auf der Suche nach Steckdosen, um den leeren Akku verzweifelt wieder aufzuladen.  

Ein sympathischer und kompetenter Flughafen ist echter Reise-Luxus. Von Anfang an. Deshalb fliege ich ab Hannover. Mein Heimathafen. Kurze Wege und schnelle Hilfe. Wenn es drauf ankommt. So wie bei meiner letzten Reise. Als es eng wurde. Die Warteschlange an der Sicherheitskontrolle abgekürzt und die Fast Lane genutzt. Ganz legal und mit Hilfe freundlicher Service-Mitarbeiter. Durch den modernen Körperscanner und in weniger als einer Minute im Wartebereich. Angenehm kurze Wege vor meiner langen Reise.

Terminalmanager, die gerne helfen. 24 Stunden, Tag und Nacht. Mit dem Blick für ganz alltägliche Passagierprobleme. Persönlicher Kundenkontakt und digitale Technik sind hier ein guter Mix. Als Service Champion vor Ort, oder mit einer schnellen Info in den sozialen Netzwerken. Hier bin ich als Gast nicht nur eine kleine Flugnummer. Man macht sich Gedanken um mich. Und ich mir meine.

 

 

Wie gerne würde ich den unfreundlichen Mitarbeitern des Flughafens Paris Charles de Gaulles ein „happy Selfie“ von mir schicken. Entspannt aus dem Wartebereich des HAJ, eine lange Nase zeigend inklusive. Arm in Arm mit dem netten Menschen der Bordkartenkontrolle.

Aber das würde die eh nicht interessieren. Die haben ja genug damit zu tun, ihre Fluggäste zu schikanieren. Natürlich nur auf Französisch. Nicht mit mir. Au revoir travel tristesse –  Hallo, HAJ.

Herzlich, Anders, Jederzeit! Hannover Airport, ich flieg auf Dich.

 

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